O.k. : Diesmal sind wir eine kleinere Gruppe. Neun schwule Männer haben sich zum Kinoabend eingefunden. Wir sitzen im Foyer und unterhalten uns noch angeregt über dies und das. Dann geht es los in den Kinosaal. Dann geht es los ? Falsch gedacht, denn der Vorfilm läuft immer noch und erst nach 21:00 Uhr kommen vereinzelt die Leute raus. Mit einiger Verspätung setzen wir uns in die letzte Reihe, die damit uns gehört. So muß es sein !

Der Film C.R.A.Z.Y fängt mit Witz und Ironie an. Eine leichte Unterhaltung, bei der man allmählich erst die Schwierigkeiten eines Comming Out erkennt. Probleme häufen sich und ich leide mit der Hauptperson mit. (Der junge Mann sieht im übrigen in jeder Phase seines Lebens toll aus ! ) Manchmal möchte ich ihm etwas zurufen, möchte ihn aufhalten in seinem Lebensweg. Und schon ahne ich, daß dieser Film nicht gut ausgehen wird. Aber auch für den Vater, der hier die Probleme provoziert, habe ich Verständnis. Nach und nach wird er mir vertraut und ich erkenne seine Motivation und seine Zerrissenheit.

Ich werde hier nicht das Ende des Films schreiben, denn es soll Euch vorbehalten sein, den Film doch noch anzusehen. Nur soviel : Am Ende des Films war es sehr still im Saal und Wolfgang war sichtlich ergriffen. Sah ich dort Tränen in den Augen ? Ich hatte sie bestimmt. Fazit : Ein Film, der lohnt !